Was ist Maïeusthesie?

Die Maïeusthesie ist ein Ansatz der Kurzzeittherapie, der sich auf die psychologische Begleitung und eine zutiefst humanistische Haltung konzentriert.

Entwickelt von Thierry Tournebise, stellt sie die gelebte Erfahrung und den Respekt vor dem Menschen in den Mittelpunkt des Ansatzes.

Sie betrachtet das „Leiden“ als eine Dynamik des inneren Ausgleichs der Psyche: Sobald die inneren Anteile wieder integriert sind, verschwindet das Symptom auf natürliche Weise.

Wie verläuft eine Sitzung?

Die Konsultationen finden in Form von Gesprächen mit einer durchschnittlichen Dauer von 1 bis 2 Stunden statt, zum Preis von 60 € / Stunde.

Ich begleite in einer nicht-direktiven Haltung, die auf Ihr Empfinden und Ihre inneren Stimmigkeiten ausgerichtet ist.

Die Sitzung ermöglicht:

  • Zu identifizieren, was ins Bewusstsein treten möchte
  • Die betroffenen Anteile zu rehabilitieren
  • Eine neue psychische Integrität wiederzufinden
  • Dieses wiederhergestellte Gleichgewicht zu bestätigen

Unsere psychische Struktur

In der Maïeusthesie besteht die Psyche aus Seinsanteilen, die wie eine holografische Struktur organisiert sind:

  • Derjenige, der man ist (Gegenwart)
  • Alle, die man gewesen ist (Vergangenheit)
  • Alle, aus denen man hervorgeht (transgenerational)
  • Transpersonale Elemente (kollektives Unbewusstes, Mythen)
  • Alle, die wir sein werden (Zukunft) – Entfaltung des Selbst

Diese Anteile werden von zwei Dynamiken getragen:

Der Überlebensimpuls, der schützt, indem er bei emotionalen Schocks Spaltungen erzeugt.

Und der Lebensimpuls, der diese Anteile wieder zu vereinen versucht, indem er ein Symptom hervorruft, das zur inneren Rehabilitation einlädt.

Kommunikation unterscheidet klar zwei Haltungen: in Beziehung sein, was bedeutet verbunden zu sein, der eine ist vom anderen abhängig, der Austausch ist informationsbasiert und auf Interesse sowie Tun (Energie) gegründet. Kommunikativ zu sein bedeutet offen zu sein, sensibel für den anderen, basierend auf Aufmerksamkeit (Leben).

Die kommunikative Haltung wird als Assertivität bezeichnet. Wenn wir in Beziehung sind, validieren wir den Austausch durch Interesse: hören und verstehen.

Wenn wir kommunikativ sind, validieren wir durch Aufmerksamkeit: empfangen, verstehen, annehmen, Dankbarkeit, kognitive Validierung, existentielle Validierung.

Die nicht-direktive Führung erfolgt durch 5 Arten von Fragen:

  • Offene Fragen
  • Geschlossene Fragen
  • Multiple-Choice-Fragen
  • Reformulierungen
  • Warum-Fragen

die es ermöglichen, das Erleben des Patienten schrittweise zu klären; dabei ist es der Patient, der den Psychotherapeuten führt.

Der therapeutische Prozess ist nur durch die Haltung des Psychotherapeuten möglich. Sie erfordert eine lange innere Arbeit, bevor man andere begleiten kann. Er hat eine Haltung von Nicht-Bewertung, Wohlwollen, Taktgefühl, Präsenz, Assertivität (berührt sein, ohne betroffen zu sein) und Nicht-Wissen; er ist auf die psychischen Stimmigkeiten ausgerichtet, ohne irgendetwas zu induzieren.

Er empfindet Freude über den unendlich wertvollen Schatz all der wiedergefundenen inneren Anteile im existenziellen Entfaltungsprozess jedes Menschen. Sein Blick richtet sich auf das Sein, das ins Bewusstsein treten möchte, und auf das Erleben, nicht auf historische Fakten. Er ist sich eines erweiterten Bewusstseins bewusst und fördert dieses (uchrotopisch), das notwendig ist, um den Zugang zu und die Rehabilitation der Selbstanteile zu ermöglichen.

In der Maïeusthesie ist alles auf den Patienten ausgerichtet, alles kommt von ihm.

Der Psychotherapeut ist da, um ihn „zur Welt zu bringen“, ohne ihm etwas zu induzieren.

In der Maïeusthesie spielen die von Maslow hervorgehobenen ontischen Bedürfnisse eine wichtige Rolle.

Sie sind die Krönung des menschlichen Bewusstseins und strukturieren unsere Psyche.

Dazu gehören Respekt, Liebe, Erkenntnis, Weisheit, Schönheit, Selbstverwirklichung, Anerkennung, Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Takt, Sensibilität, Glaube, Transzendenz, Intuition, Wohlwollen und viele andere.

Indem diese Bedürfnisse erfüllt werden, ermöglicht der Psychotherapeut dem Patienten, sich selbst zu begegnen.

Die Begleitung zu sich selbst kann durch dieses Bewusstsein deutlich wirksamer erfolgen.

Sein ersetzt schrittweise das Tun.

Das Projekt der Psyche ist die „Entfaltung des Selbst“ mit einer Öffnung des Bewusstseins und einem „Mehr-Sein-in-der-Welt“ unter anderen Menschen.

Es ist zugleich Individuation und Humanisierung, was persönliche Entwicklung bedeutet.

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Eine auf jede Person abgestimmte Begleitung

Ich empfange in der Praxis, bei Ihnen zu Hause oder aus der Ferne alle Arten von Patient:innen: Jugendliche, Erwachsene oder auch Senioren.

Ich biete eine erste kostenlose Sitzung an, um sich kennenzulernen und sich ganz unkompliziert auszutauschen.